Der Percolator

Januar 20th, 2007 by Coffeeguy

Der PercolatorEin Percolator ist eine besondere Art Kaffeemaschine. Es gibt ihn bereits seit 1819. Entdeckt wurde der erste Percolator in Frankreich, von einem Pariser Blechschmied. Im Laufe der Zeit wurde er immer weiter entwickelt und das Verfahren verändert. Zu Beginn wurde das Gerät mit Spiritus und später elektrisch betrieben.

In Holland, England und Amerika wird noch sehr oft mit einem Percolator Kaffee zubereitet, während sich in Deutschland der Filterkaffee durchsetzte.

Ein Nachteil des Percolators war das zuerst verwendete Material. Da der Behälter aus Metall, Messing oder Aluminium bestand, nahm der Kaffee nach einiger Zeit leider diesen Geschmack an. Erst nach der Verwendung von Glas- und Porzellanteilen schmeckte der Kaffee sehr gut. Die Verfahrensweise des Kaffeekochens mit einem Percolator unterscheidet sich doch erheblich von der eines Filterkaffees.

Ein Percolator besitzt innen ein Metallröhrchen. Wenn sich das Wasser im Gerät erhitzt und ausdehnt, steigt es bedächtig durch das Metallröhrchen nach oben, wo es langsam in einen Filter tropft, der mit der gewünschten Kaffeemehlmenge gefüllt ist. Von dort aus läuft die Flüssigkeit wieder nach unten zurück, von wo aus sie erneut durch das Metallröhrchen nach oben steigen kann und auf das Kaffeemehl trifft. Dieser Kreislauf kann ständig wiederholt werden, solange, bis der Kaffee die gewünschte Farbe oder Stärke erreicht hat.

Bei der Percolator-Brüh- Methode liegt das Kaffeemehl lose und locker im Filter und wird ganz ohne Druck vorsichtig und schonend von dem heißen Wasser durchflutet. Deshalb wird dieses Gerät als zirkulierender Percolator bezeichnet. Bei einem Pump-Percolator tropft das heiße Wasser nur ein Mal über das Kaffeemehl, wird in einem separaten Behälter aufgefangen und kann, meist mit Hilfe eines kleinen Zapfhahnes, entnommen werden.

Keinen großen Anklang fand die Weiterentwicklung des Percolators zum Vakuumbereiter. Hier gibt es zwei Gefäße, die übereinander oder auch nebeneinander stehen können. Im unteren wird, auf einer Gasflamme, Wasser erhitzt, das wieder durch ein Röhrchen aufsteigt und sich mit dem Kaffeemehl im oberen Behälter vermischt. Wird die Gasflamme gelöscht, entsteht ein Unterdruck und der Kaffee kann durch einen Filter in den unteren Behälter zurück laufen.

Der Umgang mit dem Gas und auch die Zerbrechlichkeit der Glasbehälter führten leider zu einigen Unfällen. Trotzdem wurde an der Weiterentwicklung gearbeitet.

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3 Responses

  1. Bene

    Toll, ich hab so ein ding.

  2. Manfred

    Ist aber doch nicht so einfach um damit guten Kaffee zu kochen. Man muss erst herausfinden wie hoch die Herdflamme stehen muss und auch wie lange man den Kaffee kochen muss. Die Farbe ist kein besonders guter Anhaltspunkt. Wenn der Kaffee einmal schwarz ist sieht man keinen Unterschied mehr.

  3. Verena

    leider ist die auf dem Photo abgebildete Kanne nicht die Art von Perkolator, die im Text beschrieben wird.

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